Cerridwen´s Geschichte

Cerridwen´s Geschichte in Bildern im Glastonbury Experience Courtyard

In Glastonbury gibt es einen wunderschönen kleinen Hinterhof, wo der lokale Künstler Jon Minshull, Cerridwens Geschichte in diversen Wandgemälden verewigt hat.

Auf dem ersten Bild sieht man Gwion Bach, den Lehrling Cerridwen´s, wie er fleißig und aufmerksam den Kessel mit dem kostbaren Zaubertrank rührt.

Als der Kessel nach einem Jahr und einem Tag, überzukochen droht, spritzen ihm drei Tropfen, des heißen Gebräus auf den Daumen. Schreckartig und im Reflex, leckt er sich den schmerzenden Daumen ab, um sofort zu realisieren, dass er eben, die Weisheit des Zaubertranks, welche ursprünglich für Cerridwen´s Sohn gedacht war, in sich aufgenommen hat. Der Kessel zerbricht und der Zaubertrank, welcher nun unbrauchbar geworden ist, fließt in die Erde.

Cerridwen´s leidenschaftliche Rache fürchtend, verwandelt er sich blitzschnell in einen Hasen, um vor ihr zu flüchten. Er besitzt nun die Fähigkeit des Gestaltwandelns, welche ihm der Zaubertrank verliehen hat. Doch Cerridwen, welche heraneilt, verwandelt sich ebenso, in einen flinken Windhund um ihn zu jagen. Während der Jagd verwandeln beide sich in unterschiedliche Tiere und durchlaufen dadurch die drei heiligen Reiche der Kelten, Land, Wasser, Luft.

Die magische Zahl 11 (1 Jahr und 1 Tag), welche in der Nummerologie eine Meisterzahl ist, symbolisiert, dass es sich hier um eine Initiationreise handelt, welche den Lehrling zum Meister macht. Die Zahl 3 (3 Tropfen, 3 Reiche) ist seit jeher eine magische und heilige Zahl, sie zeigt uns, dass wir uns fernab jeglicher Alltagsrealität befinden, also in der Anderswelt, wo die Dinge ihre eigene Wirklichkeit haben.

Das Bild was ich am meisten liebe, ist jenes, wie Cerridwen ihren jungen Sohn Taliesin, welchen sie eben geboren hat, in eine Wiege legt und ins Meer hinausschickt. Ich hatte Bee einmal gefragt, warum sie dies tut? Warum sie ihn nicht einfach behält, dieses wunderschöne Kind, das dass Resultat der vorangegangenen schamanischen Initiationsreise ist. Und sie sagte, dass man sein Licht nicht für sich behalten darf. Dass es die Pflicht ist, es mit anderen zu teilen. Das ist die tiefere Symbolik hinter diesem Bild ist. Cerridwen hat mit Taliesin ein Licht geschaffen, was so leutend, so radikal hochschwingend ist, dass es ein Frevel wäre, wenn sie es nur für sich alleine behalten würde. Sie schickt ihn also zum Wohle aller in die Welt hinaus. Und deshalb ist es auch die Aufgabe einer jeden Priesterin, in die Welt hinauszugehen und ihre Talente und Fähigkeiten mit anderen zu teilen, ihr Licht in die Welt hinauszustrahlen, genauso wie Cerridwen es durch ihren Sohn gemacht hat.

17.03.2019 – Ana von Avalon

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